Diabetes Typ 2: Frühzeitig erkennen und richtig handeln
Diabetes Typ 2 entwickelt sich oft schleichend. Erfahren Sie, welche Warnsignale es gibt, wie die Diagnose abläuft und welche Behandlungsmöglichkeiten Ihr Hausarzt bietet.
Diabetes Typ 2 – eine der häufigsten Volkskrankheiten
In Deutschland leben rund 8 Millionen Menschen mit Diabetes Typ 2, viele weitere sind betroffen, ohne es zu wissen. Die Erkrankung entwickelt sich meist schleichend über Jahre hinweg. Je früher sie erkannt wird, desto besser lassen sich Komplikationen vermeiden.
Was ist Diabetes Typ 2?
Bei Diabetes Typ 2 kann der Körper das Hormon Insulin nicht mehr ausreichend nutzen. Die Folge: Der Blutzuckerspiegel steigt dauerhaft an. Anders als beim Typ-1-Diabetes, der meist im Kindesalter auftritt, entsteht Typ 2 überwiegend im Erwachsenenalter und ist eng mit dem Lebensstil verbunden.
Warnsignale erkennen
Diabetes Typ 2 verursacht anfangs kaum Symptome. Achten Sie auf folgende Anzeichen:
- Verstärkter Durst und häufiges Wasserlassen
- Müdigkeit und Abgeschlagenheit
- Schlecht heilende Wunden
- Häufige Infektionen
- Sehstörungen
- Kribbeln oder Taubheitsgefühl in den Füßen
Wer ist gefährdet?
Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko:
- Übergewicht, insbesondere Bauchfett
- Bewegungsmangel
- Familiäre Vorbelastung (Eltern oder Geschwister mit Diabetes)
- Alter über 45 Jahre
- Bluthochdruck oder erhöhte Blutfettwerte
- Schwangerschaftsdiabetes in der Vorgeschichte
Diagnostik in unserer Praxis
In der Praxis am Salzmarkt nutzen wir bewährte Verfahren zur Diabetes-Diagnostik:
Nüchternblutzucker
Ein einfacher Bluttest am Morgen vor dem Frühstück. Ab einem Wert von 126 mg/dl (7,0 mmol/l) liegt ein Diabetes vor.
Langzeitblutzucker (HbA1c)
Dieser Wert zeigt den durchschnittlichen Blutzucker der letzten 8 bis 12 Wochen. Ein HbA1c ab 6,5 % weist auf Diabetes hin.
Oraler Glukosetoleranztest (oGTT)
Ein Belastungstest, bei dem der Blutzucker nach dem Trinken einer Zuckerlösung gemessen wird.
Behandlung und Betreuung
Lebensstiländerungen
Die Basis jeder Diabetes-Behandlung:
- Gesunde, ausgewogene Ernährung
- Regelmäßige körperliche Aktivität
- Gewichtsreduktion bei Übergewicht
- Verzicht auf Rauchen
Medikamentöse Therapie
Falls Lebensstiländerungen nicht ausreichen, stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung — von Tabletten (z. B. Metformin) bis hin zur Insulintherapie.
DMP Diabetes (Disease Management Programm)
In unserer Praxis bieten wir das strukturierte Behandlungsprogramm DMP Diabetes an. Es umfasst:
- Regelmäßige Kontrolluntersuchungen
- Individuelle Therapieanpassung
- Schulungen zur Selbstkontrolle
- Augenärztliche und Fußuntersuchungen
- Dokumentation und Koordination der Behandlung
Vorbeugung ist möglich
Auch wenn eine genetische Veranlagung besteht: Durch einen gesunden Lebensstil lässt sich das Risiko für Diabetes Typ 2 deutlich senken. Sprechen Sie uns an — wir beraten Sie gerne.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt.